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4 Nutzungsperspektiven EE in Deutschland bis zum Jahr 2010

Mit dem Ziel der Bundesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien (EE) an der Energieversorgung bis zum Jahr 2010 in Deutschland mindestens zu verdoppeln, wurde im vergangenen Jahr ein wichtiges politisches Signal für ihre weitere Entwicklung gegeben (s. a. Abschnitt 3.1.3). Um so mehr, da die jüngst beschlossenen Fördermaßnahmen - allen voran das Erneuerbare Energien-Gesetz - zum Ausdruck bringen, dass es sich nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt, sondern dass man den Ausbau EE tatsächlich entschlossen vorantreiben will.
Das Ziel ist also definiert, zahlreiche Fragen bleiben aber noch offen: „Wie sieht der Mix EE im Jahr 2010 aus?", „Reichen die bislang beschlossenen Maßnahmen wirklich aus, das Verdopplungsziel zu erreichen?" und „Welcher finanzielle Aufwand ist damit verbunden?" sind nur einige davon.



4.2 Szenarien der „Energie-Studie" bis zum Jahr 2010

Das zielorientierte „Verdopplungsszenario" geht von etwas mehr als einer Verdopplung des Beitrages EE zum Primär-energieverbrauch aus. Er steigt um 125% auf 615 PJ/a (340 PJ/a nach Wirkungsgradmethode). Der Anteil an der Stromerzeugung erhöht sich auf 10,2%, derjenige an der Wärmeerzeugung auf 2,3%. Mit 12.500 MW übertrifft dann die installierte Leistung von Windenergieanlagen die der Wasserkraftanlagen. Beträchtliche relative Zunahmen verzeichnen auch die Photovoltaik (700 MW), solarthermische Kollektoren (18,7 Mio. m2 Kollektorfläche) und die Geothermie
(670 MWth). Der kumulierte Zuwachs bei Biomasse und Biogas beträgt 7.400 MWth und 440 MWel.

Abb. 4-3: Struktur des Beitrags erneuerbarer Energien in den Szenarien „Bisherige Maßnahmen" (Trend) und „Verdopplung" (Ziel) im Jahr 2010 im Strom- und im Wärmemarkt [4.1]

Die angestrebte Ausweitung EE in der Wärmeversorgung verlangt einen besonders starken Einstieg in Nahwärmeversorgungen. Sie stellen im Jahr 2010 rund 30% der Wärme bereit, was in absoluten Zahlen etwa viermal mehr ist als im Trendszenario. Dazu wird es über die verstärkte Nutzung von Biomasse und Geothermie hinaus auch notwendig sein, in wachsendem Umfang solare Großanlagen zur Heizungsunterstützung einzusetzen.



4.4 Empfohlene Förderinstrumente zum Erreichen des Verdopplungsziels

Tab. 4-3: Übersicht über die empfohlenen Hauptinstrumente zur weiteren Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt [4.1]

Mit dem Instrument einer Quotenregelung, die auch als Option für den Strommarkt diskutiert wurde, soll im Wärmemarkt Neuland betreten werden. Begründet wird dies damit, dass Großanlagen zur Wärmebereitstellung aus EE – die bisher keine bzw. nur eine geringe Förderung erfahren haben – ein unverzichtbarer Bestandteil einer wirksamen Zubaustrategie sein müssen. Andererseits wird aber die Akzeptanz, dafür die erforderlichen öffentlichen Mittel bereitzustellen, als gering eingeschätzt. Daher ist der Vorschlag, den Zubau über ein wettbewerbskonformes, nicht budgetwirksames Instrument anzustoßen, naheliegend. Da Einspeiseregelungen analog zum Strommarkt im Wärmebereich nicht möglich sind, kommen hierfür nur Quotenregelungen in Kombination mit handelbaren Zertifikaten als praktikables Instrument in Frage. Sie bieten die Chance, in einem heute noch begrenzten Marktbereich Erfahrungen mit diesem Instrument sammeln zu können, um es eventuell zu einem späteren Zeitpunkt auf den gesamten Wärmemarkt und ggf. auch auf den Strommarkt übertragen zu können.



4.6 Fazit

Betrachtet man die politischen Entscheidungen auf Bundesebene in den letzten Monaten, so enthält das Erneuerbare Energien-Gesetz zahlreiche Regelungen, die von der „Energie-Studie" vorgeschlagen werden. Teilweise ist man mit den Beschlüssen sogar noch einen Schritt weiter gegangen, beispielsweise bei der Festlegung der Vergütungssätze für Solarstrom. Die bisherigen Reaktionen auf das Gesetz legen den Schluss nahe, dass damit eine ganz entscheidende Rahmenbedingung geschaffen wurde, um das Verdopplungsziel im Strommarkt zu erreichen, selbst wenn zur Zeit ungewiss ist, ob sich parallel ein nennenswerter Markt für Grüne Stromangebote entwickelt.
Im Gegensatz dazu besteht im Wärmemarkt nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf, denn die bestehenden Programme auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene werden nicht ausreichen, um die politischen Ziele zu erreichen. Ob eine Quotenregelung, die zur Zeit für die Kraft-Wärme-Kopplung intensiv diskutiert wird, für EE im Wärmemarkt eingeführt wird, oder ob andere Maßnahmen beschlossen werden, die in der Lage sind, die erforderlichen Investitionen auszulösen, ist zur Zeit völlig offen.

Abbildung Jahrbuch Erneuerbare Energien 2000

ISBN 3-927656-11-9

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